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Karrierechancen, berufliche Weiterbildung sowie der wirtschaftliche und kulturelle Austausch zwischen Deutschland und den USA stehen bei der Pall Mall Foundation im Mittelpunkt. Dabei unterstützt die Stiftung Maßnahmen zur Förderung junger Erwachsener in ihrer beruflichen Qualifikation.

Im Rahmen ihres Engagements kooperiert die Pall Mall Foundation 2011 mit der GISMA Business School und vergibt in diesem Jahr vier Stipendien an deutsche und amerikanische Studenten. Die Stipendien ermöglichen die Teilnahme an einem achtwöchigen Austauschmodul innerhalb des Vollzeit-MBA-Programms (Master of Business Administration) der GISMA. Die Pall Mall Foundation übernimmt die Kosten für Flug, Unterkunft und die Lehrmaterialen für die vier ausgewählten Teilnehmer.

Einmal im Ausland leben und andere Kulturen kennen lernen – ein Traum für viele. Die Pall Mall Foundation bietet diese Chance. Benjamin Florack aus Unna in Deutschland studiert während des Vollzeit-MBA-Programms zwei Monate an der Krannert Graduate School of Management der Purdue University, USA. Parallel verbringen die amerikanischen Studenten Joel Bartlow, Andy Magana und Jessica Topletz von der Krannert Graduate School of Management ein Modul an der GISMA in Hannover.

Die GISMA Business School geht zurück auf eine Initiative der Niedersächsischen Landesregierung und wird von führenden Wirtschaftsunternehmen unterstützt. Sie ist privatwirtschaftlich organisiert und geführt.

Andy Magana

Andy Magana

(an der GISMA von Januar bis März 2011)

In vielerlei Hinsicht unterscheidet sich mein Leben in Deutschland von dem in den USA. Jeden Tag lasse ich Gewohntes hinter mir und muss mich neuen kulturellen und akademischen Herausforderungen stellen. Durch die Unterstützung der Pall Mall Foundation konnte ich die letzten fünf Wochen an der GISMA Business School in Hannover studieren. Ich absolviere derzeit mein erstes Studienjahr im MBA-Programm der Purdue Universität in West Lafayette, Indiana.

Eine Gemeinsamkeit von Deutschland und Indiana ist – leider – das kalte und wechselhafte Wetter. Aber außer dem Wetter gibt es nichts, über das man sich beschweren könnte. Die Möglichkeit, im Ausland in einem internationalen Umfeld zu studieren, ist eine unbezahlbare Erfahrung. Ich habe mich in meiner Zeit hier sehr weiterentwickelt. Beeindruckt bin ich von der Zuvorkommenheit der Deutschen. Jedes Mal, wenn ich um Hilfe bitte, versuchen die Menschen, mir in Englisch zu antworten. Die Deutschen und ihre Kultur kennenzulernen, war für mich bisher der wichtigste Aspekt meines Aufenthalts.

Die vielfältigen Erfahrungen, die ich in und außerhalb der Schule gemacht habe, nehme ich natürlich mit in die USA. So wie die gesellschaftlichen Events an der GISMA: Am „Kuchen-Tag“ zum Beispiel kann man seine Mitstudenten ganz zwanglos abseits des akademischen Alltags kennen lernen. Die Studenten an der GISMA kommen zu 80 Prozent aus dem Ausland und von dieser Internationalität kann man nur profitieren. In einem multikulturellen Umfeld zu lernen, ist natürlich eine Herausforderung. Sei es, seine Gedanken korrekt zu artikulieren, oder in einer Arbeitsgruppe an einer Fallanalyse zu arbeiten. Auch wenn meine Studienkollegen und ich alle sehr verschieden sind, so ist uns die Arbeitsmoral, die so ein hochwertiger Business-Lehrplan erfordert, gemein. Mit „harten“ Akademikern können viele sicherlich wenig anfangen, aber mich bringt dieses Studium weiter, mein Potenzial zu erkennen. Außerdem lernt man den Wert der Freizeit an Wochenenden neu zu schätzen.

Wenn sich am Wochenende Zeit zur Entspannung bietet, gestalte ich die Zeit völlig anders als in den USA. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, die Schule am Donnerstag zu verlassen und das Wochenende in einer fantastischen Stadt wie Berlin zu verbringen. Außerdem habe ich bereits so tolle Städte wie Düsseldorf oder Hamburg besuchen können. Meine Zeit in Deutschland hat mir gänzlich neue Perspektiven auf das Leben beschert. Auf die hätte ich verzichten müssen, wenn ich an meinem Schreibtisch in West Lafayette, Indiana, sitzen geblieben wäre.

Benjamin Florack

Benjamin Florack

(an der Purdue University von Januar bis März 2011)

Mein Name ist Benjamin Florack und dank der Pall Mall Foundation befinde ich mich gerade an der Purdue University in West Lafayette, Indiana, USA. Im Rahmen meines MBA-Studiums an der GISMA Business School in Hannover hat es mir die Pall Mall Foundation ermöglicht, insgesamt acht Wochen an unserer Partner-Universität in den USA zu verbringen. Die Purdue University zählt mit seinen rund 40.000 Studenten zu einer der großen Universitäten in den USA. Zu den Absolventen zählen unter anderem Nobel-Preisträger, CEOs namhafter Unternehmen und darüber hinaus 22 Astronauten unter ihnen sowohl der erste und bis dato der letzte Mensch auf dem Mond.

Die meiste Zeit in den letzten Wochen habe ich in der Krannert School of Management verbracht. Rawls Hall beherbergt die Master-Programme und ist inzwischen zu meinem zweiten Zuhause geworden. Das Curriculum entspricht dem der GISMA Business School, bietet darüber hinaus eine erweiterte Auswahl an Wahlfächern, von der ich derzeit profitiere. Teil des Programms sind team-basierende, praxisnahe Aufgabenstellungen, die neben dem theoretischen Inhalt auch Soft-Skills weiterentwickeln und zudem den interkulturellen Austausch fördern. Teamwork und gemeinsames Lernen prägen und bereichern das Programm.

Ein typischer Tag umfasst drei Vorlesungen (von vier Kursen, die ich derzeit belege: Operations Management, Strategic Management, Managing Information Systems und Procurement Management) in der Regel gefolgt von Team-Meetings und Vorbereitungen der Vorlesungen für den nächsten Tag. Zu diesem Zweck bietet Rawls Hall sowohl Team-Räume als auch offene Lernbereiche, die zudem Freiraum für soziale Kontakte bieten. Wöchentliche Events, wie z. B. die „Social Hour“, bieten zudem Freiraum, um mein persönliches Netzwerk weiter zu entfalten.

Neben dem Studieren bleibt aber auch noch Zeit, die USA „aus erster Hand“ zu erleben. Hier möchte ich ein paar Highlights erwähnen:

Mein Trip in die USA startete mit einem solchen. Ich durfte Silvester mit meinem GISMA-Mitstudenten und seiner Familie in New York City verbringen. Ein Erlebnis, das für mich unvergesslich sein wird. Besonders ist hierbei die herzliche Gastfreundschaft hervorzuheben, die mir entgegengebracht wurde. Ein weiteres Highlight war der Besuch des Basketball-Spiels Purdue Boilermakers gegen Michigan State University. In der ausverkauften Mackey-Arena, die über 14.000 Personen Platz bietet, wurde schnell deutlich, wer der Hausherr ist. Nach typisch amerikanischer Art und Weise haben die Cheerleader und die Universitäts-Band die Stimmung angeheizt. Die rund 6.000 schwarz gekleideten Studenten trugen das Übrige zu dieser bemerkenswerten Stimmung bei. Eine Randbemerkung: Purdue hat dieses Spiel mit 86:76 gewonnen.

Jessica Topletz

Jessica Topletz

(an der GISMA von Januar bis März 2011)

Als ich mich entschloss, in Deutschland zu studieren, wusste ich wenig über die deutsche Kultur, geschweige denn, dass ich jemanden aus Deutschland kannte. Ich hatte zwar einiges im Internet recherchiert, trotzdem war ich unsicher, was mich erwarten würde. Gleich am ersten Tag war ich beeindruckt vom öffentlichen Nahverkehr, der die ganze Stadt erschließt. In den USA findet man so etwas nur in den großen Städten. Ich war außerdem verblüfft, wie dicht alles beisammen liegt: Alle Geschäfte sind gut zu Fuß zu erreichen – ein Auto braucht man nicht.

Auf den ersten Blick wirken die Menschen ruhig und ernst, dabei aber sehr höflich. Wenn man sie aber näher kennen lernt, sind sie aufgeschlossen und lustig. Die Strukturiertheit der deutschen Kultur gibt einem Sicherheit und erleichterte mir das Einleben.
Die GISMA Schule hält auch viel Neues bereit. Der Unterrichtsstil ist durch mehr Diskussionen geprägt. Dadurch, dass die Studenten aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturkreisen stammen, gewinnen diese Diskussionen an Tiefgang. Überhaupt sind die Studenten sehr hilfsbereit, führen die Neuankömmlinge sofort durch Hannover, helfen beim Kauf von Bus- und Bahnkarten usw. Ich habe viel über Business in Deutschland und anderen Teilen Europas gelernt. Zum Beispiel, dass es besser und höflicher ist, ein Anliegen persönlich vorzutragen, als eine E-Mail zu senden. Ich war noch sehr der amerikanischen Kultur verhaftet, wo alles am Computer erledigt wird. Ich ging automatisch davon aus, jemanden bei der Arbeit zu stören, wenn ich ihn in seinem Büro besuchen würde. Dabei ist es eine Geste der Höflichkeit. Nun habe ich eine andere Sicht von „guter Kommunikation“.

Mit meinen Studienkollegen von der GISMA habe ich Hannover erkundet. Super Einkaufsmöglichkeiten, viele gute Restaurants mit traditionellem deutschen Essen sowie Feldhockey, nur um einiges zu nennen. Mein Lieblingsplatz in der Stadt ist der Park mit seinen Gärten und Statuen. Trotz der Kälte spaziere ich gerne durch den Park, schau mir ein Hockeyspiel an und stelle mir vor, wie schön erst alles im Frühling sein wird.

Joel Bartlow

Joel Bartlow

(an der GISMA von Januar bis März 2011)

Die eineinhalb Monate, die ich bisher in Deutschland verbracht habe, waren eine großartige Erfahrung – vor allem in kultureller Hinsicht. Ich habe das Glück, mit Top-Talenten aus der ganzen Welt an der GISMA Business School in Hannover studieren zu können. Jeden Tag freue ich mich auf interessante Diskussionen mit den Studenten und den Dozenten – während des Unterrichts, beim Mittagessen oder gar abends bei einem Bier. Die Menschen an der GISMA sind überaus gastfreundlich und zuvorkommend und sie versuchen alles, um unseren Aufenthalt so angenehm und komfortabel wie möglich zu gestalten. So erklärten sie uns das öffentliche Verkehrssystem und machten uns mit allen Aktivitäten an der Schule vertraut.

Sehr viel Freude macht mir das Sightseeing, mehr über die einzigartige Geschichte Hannovers zu erfahren und einfach durch die Stadt zu joggen. Ich habe bereits Düsseldorf und München besucht und werde mir noch mehr von Deutschland ansehen, bevor ich in die USA zurückkehre. Mit einigen Studienkollegen wollen wir zum Karneval nach Köln – wir sind schon sehr gespannt darauf.

Das Lernen an der GISMA ist sehr intensiv und das Arbeiten in diversen Teams fordert einen, aber ich schätze die Unvoreingenommenheit der Teilnehmer und dass jeder Student seine Sicht der Dinge einbringt. Es ist faszinierend und aufregend, die deutsche Kultur und so viele Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund kennenzulernen. Die Leute sind sehr hilfsbereit, begleiten einen sogar dorthin, wo man hinmöchte, oder geben einem Einblicke in die deutsche Geschichte. In den eineinhalb Monaten, die ich jetzt hier bin, hat sich mein Bild von Deutschland sehr zum Positiven verändert.

Ein echtes Highlight war für mich der Besuch eines Fußballspiels von Hannover 96. Die Energie und der Enthusiasmus im Stadion waren fantastisch. Glücklicherweise hat Hannover das Spiel gewonnen und ich konnte mit einigen 96-Fans ausgiebig feiern. Es war ein großartiges Erlebnis, was mit nichts in den USA zu vergleichen wäre. Ich kann das nächste Heimspiel kaum erwarten!