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Karrierechancen, berufliche Weiterbildung sowie der wirtschaftliche und kulturelle Austausch zwischen Deutschland und den USA stehen bei der Pall Mall Foundation im Mittelpunkt. Dabei unterstützt die Stiftung Maßnahmen zur Förderung junger Erwachsener in ihrer beruflichen Qualifikation.

Studienfahrt

Zwölf Studierende der Fachhochschule Westküste (FHW), mit Schwerpunkt Leisure-, Culture- und Eventmanagement, haben im Rahmen des Fallstudienseminars II vom 11. bis 19. September 2015 an einer Exkursion unter dem Motto „Leisure und Tourism Attractions – Austausch zwischen Deutschland und den USA“ nach Wilmington, North Carolina teilgenommen.

Gemeinsam mit acht US-Tourismus-Studierenden und zwei Dozenten der University of North Carolina Wilmington (UNCW) verbrachten die Studierenden eine ereignisreiche Woche mit zahlreichen Unternehmungen und erhielten sowohl einen Einblick in den universitären Alltag als auch in verschiedene Arbeitsfelder sowie die Freizeitgestaltung in den USA.

Bereits im vergangenen Sommersemester 2015 begannen die Studierenden, sich intensiv mir der Planung und Organisation der Exkursion zu beschäftigen, um die Woche in Wilmington in vollem Umfang effektiv nutzen zu können. Hierbei erhielten die Studierenden weitestgehend planerische Freiheit, um einerseits eigene Interessen einbringen zu können, anderseits aber auch Verantwortung für das Projekt zu übernehmen und zu lernen, worauf es bei der Planung einer erfolgreichen Exkursion zu achten gilt.

Vor Ort erhielt die Gruppe u.a. Einblicke in die Welt des Sports (im Rahmen eines College-Football-Spiels und einer Stadiontour), verschiedene gegensätzliche Tourismusdestinationen (Massentourismus vs. exklusive Destination), Freizeitattraktionen (Raftingpark, alternative Stadtführung) und das Studienleben an einer amerikanischen Universität (Vorlesungen, Campustour). Neben dem Kennenlernen von Einrichtungen und Institutionen lag ein zweiter Schwerpunkt der Exkursion auf dem interkulturellen Austausch mit US-Studierenden. Dieser hatte zum Ziel, den eigenen Horizont zu erweitern, Vorurteile abzubauen und unterschiedliche Systeme, Herangehensweisen und Denkmuster kennenzulernen.

In der nachträglich durchgeführten Evaluation der Exkursion betonten die Studierenden insbesondere die „unvergessliche Erfahrung“, „die Möglichkeit, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen“, „das Kennenlernen von Neuem“ oder „den starken Praxisbezug“.

Die Exkursion im WS 2015/2016 scheint den Grundstein für eine dauerhafte Partnerschaft zwischen der FHW und der UNCW gelegt zu haben. Beide Institutionen bekunden Interesse an einem intensiven Austausch, durch den die Studierenden neue Möglichkeiten innerhalb ihres Studiums erhalten.

Für den Sommer 2016 ist der Besuch einer Delegation der amerikanischen Universität in Heide geplant. Im Herbst 2016 wird erneut eine Gruppe Studierender die Exkursion nach Wilmington antreten.

USA-Stipendien

Im Rahmen ihres Engagements kooperiert die Pall Mall Foundation seit 2013 mit dem Mentoringprogramm UNICA der Arbeitsstelle Expertinnen-Beratungsnetz an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg und vergibt USA-Stipendien an deutsche Studentinnen und Berufseinsteigerinnen. Die Stipendien dienen dazu, mit einem Auslandsaufenthalt in den USA, besonders engagierte, leistungsorientierte Studentinnen, Doktorandinnen und Berufseinsteigerinnen, der Universität Hamburg als Führungsnachwuchskräfte zu fördern.

Einmal im Ausland leben und andere Kulturen kennenlernen – ein Traum für viele. Die Pall Mall Foundation bietet in Zusammenarbeit mit UNICA Hamburg diese Chance. Junge Frauen aus Deutschland haben die Möglichkeit in den USA zu studieren und zu leben.

Ein Stipendium deckt dabei vollständig oder anteilig die Kosten für z.B. die Teilnahme an einer Fortbildung, Tagung, Hospitation oder an einem Forschungsaufenthalt, oder z.B. für Flugkosten, Logis, Sprachkurs, Bücher oder Kursmaterialien.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.
 

Erfahrungsberichte von Teilnehmern

Friederieke Gorris
(Boston, 28.11. - 13.12.2015)

Friederieke Gorris

In Boston findet jedes Jahr das Herbst-Treffen der Materials Research Society statt, eine der größten materialforschungsorientierten Konferenzen der Welt mit über 6.400 Teilnehmern. Die Veranstaltung startete bereits am Sonntag mit verschiedenen Workshops. Ich habe direkt einen davon besucht. Hier ging es einen kompletten Nachmittag lang um fundamentale Erkenntnisse und neue Entwicklungen im Forschungsbereich von Solarzellen. Da dies ein zukünftiges Anwendungsgebiet meiner Forschungsergebnisse ist, war diese Veranstaltung von großem Wert für mich. Es wurde sehr viel mit den anderen Teilnehmern in großer Runde diskutiert.

Ein wichtiger Teil des Konferenzbesuchs war natürlich auch mein eigener Beitrag in Form eines Vortrags, den ich vor einem sehr großen Fachpublikum halten durfte. Persönlich galt es für mich etwaige Nervosität zu überwinden und meine eigene Arbeit mit Überzeugung vorzustellen. Nach dem Vortrag war ich stolz, es gemeistert zu haben und auch über meine bisher erzielten Forschungsergebnisse. Die Fragen direkt nach dem Vortrag haben mir den Anstoß für zukünftige Experimente gegeben. Zusätzlich hat die Diskussion nach der Session zu dem Aufbau einer Kooperation geführt. Dies alles gibt mir die Möglichkeit, meine Doktorarbeit mit weiteren Aspekten zu erweitern und neue Erkenntnisse zu sammeln.

Die verschiedenen Vorträge und Diskussionen von und mit anderen Wissenschaftlern, haben mir zu mehr Weitsicht, zu vielen Gedanken und Ideen verholfen, wie ich das letzte Jahr meiner Promotion angehen werde. Es ist unerlässlich für einen Wissenschaftler, über den Tellerrand zu blicken. Dies hat mir die Konferenz mit ihrer Größe und Vielfalt ermöglicht.

Die Zeit in Boston wurde mit einer Campusführung beim MIT und Harvard abgerundet. Zusätzlich verschaffte der sogenannte Freedom Trail in Boston einen umfassenden Eindruck der Stadt auch in historischer und kultureller Hinsicht.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Teilnahme an der MRS Konferenz in Boston mich in beruflicher Hinsicht stark gefördert hat: Ich bin zu vielen Erkenntnissen gekommen und konnte neue Kontakte schließen. In persönlicher Hinsicht wurde ich sehr gefordert, aber final auch in jeder Hinsicht gefördert, da ich mehr Selbstsicherheit gewonnen habe und mich nun noch größeren Herausforderungen stellen kann. Ich möchte kein Erlebnis dieser Zeit missen.

Daniela Schröder
(07.01 - 10.01.2016: Konferenz „90th Annual Meeting of the Linguistic Society of America” in Washington, DC, USA)

Daniela Schröder

Das Stipendium der Pall Mall Foundation ermöglichte mir, erstmals an einer Jahrestagung der Linguistic Society of America (LSA) teilzunehmen, eine der größten sprachwissenschaftlichen Vereinigungen der Welt. Die Tagungen finden jeden Winter statt und 2016 wurde als Ort die Hauptstadt der USA ausgewählt. Neben den regulären Sessions fanden auch Veranstaltungen zu speziellen Themen statt, die von Untergruppierungen der LSA veranstaltet wurden. Ein Schwerpunkt lag dieses Jahr auf „endangered languages“, also Sprachen, die vom Aussterben bedroht sind, aber auch auf forensischer Linguistik, grob gesagt dem Zusammenhang von Sprache und Recht.

Ich konnte meine volle Konzentration auf die Vorträge und Poster dort richten und war durchweg von der hohen Qualität der Beiträge beeindruckt und begeistert. Ich habe mich nicht nur fachlich weitergebildet, sondern auch in puncto Präsentationstechniken einiges gelernt. Fast ein bisschen ehrfürchtig hörte ich Präsentationen von Linguisten wie Bernard Comrie oder Raffaella Zanuttini. Gleichzeitig kam ich bei den Posterpräsentationen auch mit den Wissenschaftlern in direkten Austausch und konnte Fragen stellen oder auch einfach nur ein informelles Gespräche führen. Mich hat das sehr ermutigt, weiterhin im akademischen Rahmen arbeiten zu wollen.

Ein besonderes Highlight war für mich das Symposium „Scientific practice and progress in forensic linguistics“. Bereits im Studium war ich mit forensischer Linguistik in Kontakt gekommen, aber in Deutschland ist dieses Feld bei weitem nicht so verbreitet wie in den USA. Da ich in engem Kontakt mit einem Professor der Bucerius-Law-School in Hamburg stehe und an einem gemeinsamen Artikel im Bereich Sprache und Recht arbeite, war dieser Input für mich besonders lehrreich. Thematisch daran anknüpfend war auch die Presidential Address, die Rede des Präsidenten der LSA, John Rickford, der einen einstündigen Vortrag über „Language and Linguistics on trial“ hielt, in dem er exemplarisch den Fall von Trayvon Martin und George Zimmermann 2012 aufgriff. Er argumentierte überzeugend, dass die Sprache der Hauptzeugin der Anklage, eine Afroamerikanerin, die das AAVE, das African American Vernacular English spricht, hauptsächlich zum Freispruch Zimmermanns geführt hat, weil die Geschworenen sie nicht verstanden. Die Implikation dieses Funds sind weitreichend: was ist der Status in der amerikanischen Gesellschaft von AAVE? Soll es Dolmetscher vor Gericht für einen Dialekt geben? Wie kann man Missverständnisse verhindern?

Die Tagung bot vor allem auch die Möglichkeit zum Austausch und ich traf auch Doktoranden amerikanischer Universitäten, mit denen ich mich über meine Dissertation sprach. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich an dieser Konferenz teilnehmen konnte und fühle mich in meinem Wunsch, in der Wissenschaft arbeiten zu wollen, bestärkt. Ich konnte viele fruchtbare Gespräche führen, nicht nur mit Wissenschaftlern, sondern auch mit den anwesenden Verlagsvertretern, so dass ich mich auch darüber informieren konnte, wo ich letztendlich versuchen möchte, meine Dissertation zu veröffentlichen. Ich danke der Pall Mall Foundation dafür, mir diesen bereichernden Aufenthalt ermöglicht zu haben.

Daniela Eileen Winkler
(12. - 18.Oktober 2015: Konferenz „Annual Meeting of the Society of Vertebrate Paleontology“, Dallas, TX, USA)

Daniela Eileen Winkler

Dank des Stipendiums der Pall Mall Foundation konnte ich vom 12.-18. Oktober 2015 zur Jahrestagung der „Society of Vertebrate Paleontology“ (SVP) nach Dallas, Texas, fahren. Die SVP ist die weltweit größte Konferenz für Wirbeltierpaläontologen und wird traditionell auch von vielen Biologen besucht, die dort ihre Arbeiten vorstellen. Ich selbst bin Biologin, habe mich jedoch immer sehr für Paläontologie interessiert und vor meiner Dissertation auch ausschließlich mit fossilem Material gearbeitet. Die SVP ist daher für mich die wichtigste internationale Konferenz in meinem Fach.

Die Tagung wurde mit ca. 1.100 Teilnehmern in Dallas im Hyatt Regency Hotel abgehalten, direkt neben dem Wahrzeichen von Dallas, dem Reunion Tower, und dem John F. Kennedy Memorial. Während der Tagung fanden an vier Tagen insgesamt neunzehn verschiedene Sessions statt, darunter drei große Symposien. Für mich standen diesmal drei Sessions besonders im Fokus, „Ungulates and Dietary Reconstruction“ (da diese beiden Begriffe exakt meine bisherige Forschung zusammenfassen), „Euarchontoglires“ (Primaten und Nagetiere, da ich gerade ein Projekt mit Nagern begonnen hatte) und „Geometric Morphometrics in Verterbate Paleontology“ (da ich selbst mit Morphologie und Topologie am Wirbeltierzahn arbeite, aber noch nie geometric morphometrics benutzt habe). Insgesamt fand ich das Programm hervorragend. Besonders die Postersessions gefallen mir bei der SVP gut, da man sich dort viel Zeit nehmen kann, mit den Autoren ins Gespräch zu kommen. Sehr wichtig war für mich auch, Kollegen aus den USA und Australien wiederzutreffen. Ich konnte mich vor allem auf das Networking konzentrieren und in entspannter Atmosphäre mit meinen Kollegen diskutieren und viele Kontakte vertiefen.

Da ich im Oktober gerade kurz vor der Abgabe meiner Dissertation stand, wollte ich die Gelegenheit auf der SVP auch nutzen, um mich international nach einer Postdoc-Stelle umzusehen. Ich kam mit einigen Kollegen vom NYIT (New York Institute of Technology) ins Gespräch, die mich ermutigten, mich dort auf eine Position als Assistant Professor für Anatomie zu bewerben. Im Nachhinein habe ich mich dagegen entschieden, allerdings bin ich froh über dieses Angebot und die damit verbundene Anerkennung.

Die Erfahrung war ein Gewinn für mich. Mir geben Tagungen und der Austausch mit Kollegen stets einen großen Motivationsschub und neue Energie, und genau das habe ich für den Endspurt meiner Dissertation gebraucht. Genau vier Wochen nach meiner Rückkehr habe ich meine Dissertation eingereicht. Daher bin ich der Pall Mall Foundation und UNICA sehr dankbar dafür, dass ich auf der SVP sein durfte und so viele anregende Vorträge hören und Ideen mitnehmen konnte.

Susanne Beckers
(29. Juni – 2. Juli 2015: Konferenz "SIAM GS 15" in Stanford, CA, USA)

Susanne Beckers

Das Stipendium der Pall Mall Foundation ermöglichte mir nach Stanford, zur "SIAM Conference on Mathematical & Computational Issues in the Geosciences" zu reisen. Diese Konferenz der SIAM, der US-amerikanischen Gesellschaft für industrielle und angewandte Mathematik, findet alle zwei Jahre statt und bildet einen wichtigen Treffpunkt für Mathematikerinnen und Mathematiker in den Geowissenschaften.

So freute es mich besonders, dass ich nach der SIAM GS 13 in Padua, Italien, nun auch an der SIAM GS 15 in Stanford teilnehmen und damit auch Kolleginnen und Kollegen aus den USA wiedertreffen und bestehende Kontakte vertiefen konnte. Die Konferenz bietet jedes Mal eine breite Expertengemeinschaft, die sich mit mehrskaligen numerischen Flüssen im Ozean und in der Atmosphäre beschäftigt.

Ich wollte dort einen Vortrag über meine aktuelle Forschung im Bereich zielorientierte Gitteroptimierung für diskontinuierliche Galerkin-Methoden halten. Mein Beitrag dazu sollte ursprünglich ein Poster sein. Erfreulicherweise wurde ich aber von den Veranstaltern für einen Vortrag vorgeschlagen. Dies gab mir die Chance vor einem größeren Publikum über eventuell auftretende Probleme bei der zielorientierten Gitterverfeinerung mit dualbasierten Fehlerschätzern in Zusammenhang mit einem diskontinuierlichen Galerkin Verfahren zu sprechen.

Zweimal pro Tag gab es besondere Gastrednerinnen und Gastredner, die vor allen Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Forschungsthemen vorstellten. Nach diesen Gastvorträgen wurden die übrigen Vorträge in bis zu sieben parallelen Sessions gehalten.

Mein eigener Vortrag war am Montagabend in einer "Contributed session". Nach einer Einführung über zielorientierte Adaptivität habe ich mein Gegenbeispiel vorgestellt und einen möglichen Lösungsansatz für dieses Problem präsentiert. Im Anschluss an den Vortrag ergab sich noch eine lebhafte Diskussion mit einem Teil der Zuhörer über die Anwendbarkeit und Funktionsweise der vorgestellten Methode, so wie über den benötigten Rechen- und Speicheraufwand. Zwischen den Vorträgen gab es außerdem immer wieder Möglichkeiten, in denen ich weitere Forscherinnen und Forscher kennengelernt habe.

In Stanford wohnte ich zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen fünf Tage im Gästehaus der Universität. Dort hatte man mit den anderen Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern die Möglichkeit, sich über die Konferenz auszutauschen. Die vier Konferenztage vergingen wie im Flug. Nicht nur mein eigener Vortrag, sondern auch die Vorträge und Poster der anderen Teilnehmer regten mich zu Fragen und Diskussionen an, die sich mit zielorientierter Gitteroptimierung beschäftigten. Die Konferenz bot für mich somit eine internationale Plattform, auf der ich die Ideen und Methoden, die in meiner Doktorarbeit vorgestellt werden sollen, mit anderen Wissenschaftlern erörtern und diskutieren konnte. Mit diesem Feedback im Kopf werde ich motiviert an meiner eigenen Arbeit weiter schreiben können.

Für die Möglichkeit, diese relevante Konferenz besuchen zu können, auf der ich meine Forschungsergebnisse präsentieren und mein fachliches Netzwerk erweitern und stärken konnte, möchte ich der Pall Mall Foundation und UNICA danken.

Daniela Senkl
(Teilnehmerin Januar - April 2015)

Daniela Senkl

Die Ausschreibung des Stipendiums der Pall Mall Foundation für einen Aufenthalt in den USA hat den Stein ins Rollen gebracht. Seit langem hegte ich den Wunsch nach einem Forschungsaufenthalt in den USA und hier war die einmalige Chance. Das Stipendium hat mir ermöglicht, einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt an der University of California, San Diego anzutreten. Ich startete dort ein neues Forschungsprojekt, das die Frage behandelt, ob es einen Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung der Vorstände eines Unternehmens und dessen Umweltberichterstattung gibt. Da ich mich bisher in meiner Dissertation mit Nachhaltigkeitsberichterstattung beschäftigt habe, ermöglichte dieser Aufenthalt die Entwicklung eines neuen Themas, das sich sehr gut mit meiner bisherigen Forschung verknüpfen lässt und gleichzeitig mein Profil hinsichtlich Genderforschung erweitert.

Ich erhielt am ersten Tag, neben dem Visiting Researcher Status, zusätzlich den Status als Affiliate of the Center for Research on Gender in the Professions (CRGP). Dies ermöglichte mir den Erhalt eines kleinen Büros für die Zeit meines Aufenthalts. Das Büro war direkt an das Soziologie Department angegliedert und so hatte ich guten Anschluss zu den anderen WissenschaftlerInnen. Zudem erhielt ich den Zugang zu allen MitarbeiterInnen-Räumen am Soziologie Department und zur Universitätsbibliothek. Ich wurde sehr herzlich empfangen und vielen WissenschaftlerInnen vorgestellt.

Gemeinsam mit der Genderforscherin Prof. Mary Blair-Loy, der Doktorandin Catherine Crowder und dem Wirtschaftssoziologen Prof. Akos Rona-Tas haben wir einen groben konzeptionellen Rahmen für unser Projekt erstellt und erste Daten per Hand gesammelt. Das Forschungsprojekt hat durchwegs großen Zuspruch erhalten. So konnten wir auf Basis des bisherigen Materials den Ankauf einer sehr hilfreichen Datenbank über die forschungsorientierte Bibliothek der UC San Diego bewirken.

Zudem konnten wir bereits einen Abstract bei einer Accounting Konferenz einreichen und wurden zur Präsentation im Juli dieses Jahres angenommen. Die Konferenz für Financial Reporting and Business Communication in Bristol (UK) spricht explizit Forschung im Bereich Umweltberichterstattung an. Für meine weitere Karriere ist es wichtig, im Bereich Accounting sichtbar zu sein und gleichzeitig mein neues Forschungsprojekt vorzustellen. Insgesamt konnte ich in der Zeit meines Aufenthalts Forschungskontakte knüpfen, die hoffentlich langfristig bestehen bleiben und zu interessanten Forschungsergebnissen und erfolgreichen Veröffentlichungen führen. Der Forschungsaufenthalt war nicht nur zum Start dieses neuen Projekts hilfreich, sondern hat mir zudem ermöglicht meine Statistikkenntnisse zu vertiefen und inspirierende Gespräche mit anderen Wissenschaftlern zu führen.

Das Pall Mall Stipendium hat mir ermöglicht, frei in der Wahl meines Forschungsortes innerhalb der USA zu sein und den geeignetsten Ort für den Start meines neuen Forschungsprojekts zu wählen – unabhängig von meiner Fachdisziplin. Dieser Forschungsaufenthalt war eine unglaublich bereichernde Erfahrung.

Theresa Hause
(Teilnehmerin Januar 2015)

Theresa Hause

Vom 5. Januar bis 30. Januar 2015 absolvierte ich im Rahmen des Stipendiums der Pall Mall Foundation einen Sprachschulaufenthalt in San Francisco. Diese Qualifizierung organisierte ich gemeinsam mit einem internationalen Sprachreiseanbieter, wodurch ich ein individualisiertes Weiterbildungsprogramm absolvieren konnte. Die Verbesserung meiner Sprachkenntnisse betrachte ich hierbei als den wesentlichsten Gewinn dieses Aufenthaltes, da mir dies in Hinblick auf meinen nachfolgenden Berufseinstieg, große Vorteile verschaffte. Durch das Zusammenleben mit internationalen Studenten war es mir darüber hinaus möglich, meine Sprachfähigkeiten auch im privaten Bereich zu erweitern sowie vielfältige Kulturen kennen zu lernen.

Nach einem intensiven Einstufungsverfahren wurde mein Sprachkurs entsprechend meines individuellen Sprachniveaus ausgerichtet. Neben den Präsenzstunden von 26 wöchentlichen Unterrichtseinheiten war es mir möglich, online-basierte Aufgaben und Lektionen eigenständig zu absolvieren. Zusätzlich konnte ich einen Kurs wählen, in dem besondere Interessensfelder vertieft wurden. Die Erweiterung meiner Sprachkenntnisse wurde auch durch den permanenten englischsprachigen Austausch mit meinen Mit-Studenten sowie im Alltagsleben gefördert. Im Rahmen von gemeinsamen Exkursionen besuchten wir einige Museen, um auch mehr über die kulturelle Entwicklung der Stadt zu erfahren.

Während meines Aufenthaltes lernte ich viel über die Lebensweisen der Amerikaner kennen. Ich kam mit vielen Amerikanern ins Gespräch, die mir vielfältige Einblicke in ihr Leben, ihre Kultur und Arbeitswelt ermöglicht haben.

Die erfolgreiche Teilnahme am Abschlusstest am Ende meines vierwöchigen Kursaufenthaltes ermöglichte mir, mein Sprachniveau zertifizieren zu lassen. Durch die Ausbildung verbesserten sich meine Sprachkenntnisse kontinuierlich. Ich konnte Selbstsicherheit hinsichtlich meines englischen Kommunikationsverhaltens gewinnen, übte englischsprachige Präsentationen sowie fachlich-kulturelle Diskussionen und verbesserte mein englisches Schriftbild.

Abschließend kann ich sagen, dass dieser Sprachschulaufenthalt für mich in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung darstellt. Gerade in Hinblick auf meine berufliche Karriere kann ich nun meine Potenziale besser ausschöpfen und erlebe eine deutliche Steigerung meiner Kompetenz.

Besonders im Rahmen meines nachfolgenden Berufseinstieges in Deutschland bei einer international agierenden Unternehmensberatung wird mir die deutliche Stärkung meiner Englischkompetenz stetig bewusst. Kulturell habe ich darüber hinaus viel über das Zusammenleben verschiedener Nationalitäten kennen lernen dürfen und meine internationalen Erfahrungen vertieft.

Sarah Tischer
(Teilnehmerin Juli und August 2014)

Sarah Tischer

Dank der Unterstützung der Pall Mall Foundation und UNICA war es mir möglich, an zwei akademischen Konferenzen in Philadelphia (USA) im Juli und August 2014 teilzunehmen. Dabei handelte es sich zum einen um die Jahrestagung der Society for Business Ethics (SBE), eine der wichtigsten internationalen Konferenzen im Bereich Wirtschaftsethik, zum anderen um die Jahrestagung der Academy of Management (AOM). Die AOM ist weltweit eine der wichtigsten Konferenzen über Managementforschung. Auf beiden Konferenzen präsentierte ich die Ergebnisse meines aktuellen Forschungsprojektes "Corruption prevention and the development of compliance rules: an escalating commitment?" und knüpfte darüber hinaus Kontakte zu anderen Doktoranden und Forschern.

Vor einem Publikum von ca. 30 Personen stellte ich während der Jahrestagung der SBE mein aktuelles Paper vor, welches sich mit der Frage beschäftigt, wie Unternehmen ihre Compliance-Maßnahmen nach einem Korruptionsskandal weiterentwickeln. Hierfür habe ich von August 2013 bis Februar 2014 Fallstudienanalysen in vier Unternehmen durchgeführt. Auf der Tagung besuchte ich noch Vorträge und Posterpräsentationen, die mein Interesse geweckt hatten, und kam mit vielen anderen Doktoranden und Forschern ins Gespräch.

Die AOM fand zeitgleich in Philadelphia unter dem Motto "The Power of Words" statt. Hier hatte ich mich mit einer Skizze meiner Forschung für einen sogenannten Professional Development Workshop (PDW) zum Thema "Scandal Process" Untapped opportunities for research" beworben. PDWs, im Gegensatz zu klassischen Vorträgen, dienen vor allem dem inhaltlichen Austausch und der Vernetzung von Forschern in einem ähnlichen Bereich und der Diskussion über zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten des Forschungsgebietes.

Entsprechend unserer gewählten Schwerpunkte wurden wir in Diskussionsrunden eingeteilt (ca. 8-10 Personen) und diskutierten gemeinsam darüber, welche Themen für die Forschung in Zukunft von Interesse sein könnten, welche Herausforderungen damit einhergehen und wie man diese lösen könnte. Die Ergebnisse wurden abschließend im Plenum mit allen 50 Teilnehmern besprochen. Der PDW hat mir nicht nur neuen Input für zukünftige Forschungsmöglichkeiten gegeben, sondern war zudem eine sehr gute Möglichkeit, mich mit ähnlich interessierten Forschern zu vernetzen.

Insgesamt war der Aufenthalt in den USA nicht nur fachlich, sondern auch persönlich eine Bereicherung. Zum einen hatte ich die Möglichkeit, meine eigene Forschung vor internationalem Publikum zu präsentieren und bekannt zu machen und viel Input für interessante Forschungsansätze und -gelegenheiten zu bekommen, zum anderen konnte ich viele Kontakte sowohl zu anderen Doktoranden als auch zu Professoren knüpfen. Der Aufenthalt war für mich besonders interessant, handelte es sich um meine erste Reise in die USA. Die Zeit hat mir sehr viel Motivation für meine Dissertation gegeben und ich habe neue Ideen für mögliche weitere Forschungsprojekte entwickelt. Zusätzlich habe ich einen Einblick in die amerikanische Kultur gewinnen können.

Für die Ermöglichung dieser spannenden Zeit möchte ich mich herzlich bei der Pall Mall Foundation und UNICA bedanken.

Kristin Huber
(Teilnehmerin Juli und August 2014)

Kristin Huber

Durch das Stipendium der Pall Mall Foundation wurde mir die Teilnahme an zwei akademischen Konferenzen in Philadelphia (USA) im Juli und August 2014 ermöglicht. Zum einen nahm ich an der jährlichen Konferenz der Society of Business Ethics teil, eine der wichtigsten internationalen Konferenzen im Bereich der Wirtschaftsethik, zum anderen besuchte ich das ebenfalls in Philadelphia stattfindende jährliche Treffen der Academy of Management (AOM).

Das AOM Annual Meeting zählt weltweit zu den wichtigsten Konferenzen im Bereich der Managementforschung. Auf beiden Konferenzen hatte ich die Möglichkeit, die ersten Forschungsergebnisse meiner Doktorarbeit zu präsentieren und zu diskutieren. Zudem boten beide Konferenzen eine ideale Plattform für viele interessante Gespräche mit anderen Doktoranden und Forschern. So konnte ich durch beide Konferenzen viele internationale Kontakte knüpfen.

Die Society for Business Ethics organisiert seit einigen Jahren im Zusammenhang mit der jährlich stattfindenden Konferenz einen "emerging scholar workshop", der darauf abzielt, Doktoranden im Bereich der Wirtschaftsethik zu fördern. Für dieses Programm kann man sich mit einem Abstract zur eigenen Forschungsarbeit bewerben. So habe ich im Frühjahr 2014 eine Skizze zu meinem Forschungsvorhaben im Rahmen meiner Dissertation eingereicht und wurde glücklicherweise für den "emerging scholar workshop" ausgewählt. Im Rahmen meiner Dissertation untersuche ich, welche Verantwortung Unternehmen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zukommt und welche konkreten Implikationen die Übernahme einer politischen Verantwortung von Unternehmen für die soziale Entwicklung in Entwicklungsländern hat. In der Forschung wird die Übernahme politischer Verantwortung von Unternehmen, zum Beispiel durch die Bereitstellung öffentlicher Güter oder regelsetzende Aktivitäten von Firmen, in Multistakeholder-Initiativen vermehrt diskutiert. Mein Dissertationsprojekt zielt darauf ab, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der bestehenden Literatur im Bereich der sogenannten "Political CSR" sowie der CSR-Debatte im Entwicklungskontext zu leisten.

Am Abend vor dem offiziellen Konferenzbeginn wurden die emerging scholars in Philadelphia empfangen, und so konnte man die anderen Teilnehmer des Workshops in einer informellen Runde kennenlernen. Außer mir waren noch elf weitere Studenten aus aller Welt zum Workshop eingeladen. Mir wurde Prof. Jeremy Moon von der Copenhagen Business School als Mentor zugeteilt, der z.B. selbst wesentlich zur theoretischen Entwicklung eines politischen Verständnisses der Corporate Social Responsibility beigetragen hat.

Mein eigener Vortrag fand am Morgen des 2. August statt. So konnte ich einen etwa 20- minütigen Vortrag zu meiner Forschungsarbeit vor ungefähr 30 fachkundigen Zuhörern halten. Das Feedback des Publikums zu meiner Präsentation war sehr hilfreich. Auch hier bekam ich wieder konstruktiv kritisches Feedback. Nach meinem Vortrag besuchte ich dann einige weitere Vorträge.

Die wesentlich größere Konferenz der Academy of Management (ca. 10.000 Teilnehmer) stand dieses Jahr unter dem Motto "The Power of Words". Im Rahmen der AOM Konferenz besuchte ich vor allem Veranstaltungen der "Social Issues in Management" (SIM) Division. Die SIM Division der Academy of Management vereint "scholars", deren Forschungsinteresse im Bereich der sozialen, ethischen und ökologischen Herausforderungen für und durch unternehmerisches Handeln liegt. Die SIM Division veranstaltete schließlich auch am 4. August das Symposium zum Thema "Development-Oriented CSR: Responsible Business Building Positive Change in Developing Countries", in dessen Rahmen ich mein Forschungspapier vorstellte. Mein Beitrag, einer von insgesamt vier Beiträgen auf dem Symposium, wurde so nochmals von einem anderen Publikum diskutiert.

Insgesamt habe ich sehr von der USA-Reise profitiert. Zum einen hatte ich durch die Konferenzen die Möglichkeit, vor einem internationalen Publikum meine bisherige Arbeit zu präsentieren und so wertvolles Feedback zu meinem Forschungsstand zu sammeln. Zum anderen konnte ich viele Kontakte sowohl zu anderen Phd-Studenten im Bereich der Wirtschaftsethik, als auch zu anderen Professoren, mit deren Arbeiten ich mich bereits auseinandergesetzt habe, knüpfen. Das Präsentieren hat Spaß gemacht, und es war ebenso beruhigend zu sehen, dass andere Doktoranden oft vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie man selbst

Der USA-Aufenthalt hat mich sehr motiviert, an meiner Forschung weiterzuarbeiten, und ich habe neue Ideen für mögliche weitere Forschungsprojekte entwickelt.

Hanae Henke
(Teilnehmerin August 2014)

Hanae Henke

Die Aufregung und Vorfreude war groß auf den Aufenthalt in Chicago und den Besuch der ISSSI 2014, die internationale Konferenz über Staphylokokken. Auf dieser Konferenz treffen sich alle Staphylokokken-Forscher und tauschen sich über ihre aktuellen Forschungsprojekte und Ergebnisse aus. Es ist eine exzellente Plattform, um seine eigene Arbeit mit der Welt zu teilen und neue Anregungen für Experimente zu bekommen. Ich fühlte mich geehrt, ein Poster mit aktuellen Ergebnissen meiner Forschungsarbeit an Staphylococcus epidermidis und dem Einfluss verschiedener Antibiotika auf den Organismus zu präsentieren. Die letzten Tage vor dem Abflug habe ich damit verbracht, mein Präsentationsposter fertig zu gestalten und es in Druck zu geben.

Die Konferenz bot eine Fülle an interessanten Vorträgen und viele neue Forschungsergebnisse wurden vorgestellt. Man hatte die Möglichkeit, sich mit Wissenschaftlern aus der ganzen Welt auszutauschen. Ein Vortrag war für eines meiner Projekte von besonderem Interesse. Ein Teilprojekt meiner Dissertationsforschung liegt momentan auf Eis, da wir nicht weiterkommen in der Überexpression eines Proteins. Eine hier auf der Konferenz anwesende Arbeitsgruppe hatte ähnliche Probleme und einen Wege gefunden diese zu überwinden. Durch intensive Gespräche und den Austausch der Kontaktdaten bin ich nun guten Mutes, mich wieder an das Projekt zu wagen und hoffentlich die Lösung gefunden zu haben.

Bereits bekannte Kooperationspartner unserer Forschungsgruppe waren in Chicago und man konnte Experimente besprechen und die laufenden Projekte bis zu einer Publikation hin vervollständigen. Die Präsentation meines Posters mit einigen Ergebnissen meiner bisherigen Forschung war erfolgreich und viele Wissenschaftler, Doktoranden und Gruppenleiter aus Schweden, Australien, USA und Asien haben mir Fragen zu den Ergebnissen gestellt. Die Atmosphäre war sehr inspirierend, aber nicht angestrengt, oder kompetitiv. Fragen zu stellen ist erwünscht und der Wissensaustausch steht im Vordergrund. In der Nachsicht auf die Fachkonferenz ISSSI 2014 in Chicago kann ich sagen, dass ich viele neue Details über die Genetik von Staphylokokken lernen konnte. Auch für meine Doktorarbeit, die sich mit Biofilmbildung beschäftigt, konnte ich neue Anregungen für Experimente sammeln. Andere Doktoranden präsentierten ihre Erkenntnisse, die auch meine Projekte vorwärts bringen können. Die Vorstellung meines Posters hat viel Anregungen zu Folgeversuchen gebracht, jedoch auch noch einige Fragen aufgeworfen, die geklärt werden müssen.

Der kollegiale Austausch mit anderen Arbeitsgruppenleitern und deren Doktoranden in lockerer Atmosphäre hat weitere Kooperationsmöglichkeiten erbracht. Auch andere Wissenschaftler zu treffen, die vor ähnlichen Problemen stehen, beruhigt und macht gleichzeitig Mut, weiter zu forschen.

Abschließend kann ich sagen, dass die fachliche Seite der Konferenz sehr hochwertig und interessant war. Das Programm war sorgfältig ausgewählt worden und die Vorträge von sehr guter Qualität.